(Nadine Gordimer, südafrikan. Schriftstellerin)

Freitag, 28. August 2015

Alles beim Alten

Wieder ist es lange her seit meinem letzten Post.
Um gleich Klarheit zu schaffen: Es hat nicht geklappt bei der Kryo im April.
Seitdem machen wir Pause. Erstaunlich ist, dass ich kaum noch an den Kinderwunsch denke. Er ist ziemlich wenig präsent aktuell. Die vier Embryonen schlummern friedlich bei Dr. BoFrost in der Truhe und warten darauf, dass wir wieder für sie bereit sind. Währenddessen versucht sich mein Zyklus mit wachsendem Erfolg und leichter Unterstützung durch 2,5mg Prednisolon täglich an einem regelmäßigen Zyklus von ca. 30 Tagen. Yeay!

Allein was nützt das? Vielleicht schaffen wir noch zwei Kryos ohne Stimulation. Kryo im Spontanzyklus. Total verrückt!

Realistischer als ein Erfolg dabei scheint uns aber die Aussicht auf Adoption. Die Bewerbung ist abgeschickt. Das nächste Seminar wird im Frühjahr 2016 stattfinden. Es ist also abzusehen, dass ich auch bis dahin nicht viel zu berichten haben werde.

Aus dem Kinderwunsch-Blog wird langsam also offenbar ein Adoptions-Blog. Wie auch immer: Unser Kind wird uns finden!

Dienstag, 14. April 2015

Diese erste Kryo zählt doppelt

Wieder ist es lange her seit meinem letzten Post. Wieder habe ich lange Zeit gebraucht, um mich zu regenerieren. Auch meinem Mann setzt das wiederholte Scheitern mehr und mehr zu. Darum haben wir uns entschieden, unsere Kryo Embryonen so sinnvoll wie Möglich aufzubrauchen und es danach dabei zu belassen. Die Kraft neigt sich dem Ende. Warum also nicht schon einmal beim Jugendamt erse Informationen zum Thema Adoption einholen? Aber das ein andermal.

Kryobericht: Begonnen wurde die Kryo im Februar. Leider musste ich mit Gonal stimulieren. Lieber wäre mir Clomifen gewesen, aber der Doktor hat sich quer gestellt, weil ich zu IUI-Zeiten schon sechs Clomi-Zyklen hatte und mehr nicht angeraten werden. Also Gonal. Nach drei Wochen sinnlosem Rumgepiekse und sechs Ultraschalls brachen wir die Stimu und den Versuch ab. Meine Eierstöcke hatten offenbar die Aufgabe nicht verstanden. Es wuchsen einfach zu viele Eizellen, statt nur einer. Diese wuchsen aber nicht konsequent vorwärts, sondern wir traten ohne Tendenz auf der Stelle. Schlussendlich sprang das Ei plötzlich und heimlich übers Wochenende und beim nächsten Ultraschall war alles weg. Schade ums Geld.

Nach der nächsten Blutung konnte ich den Arzt doch zum Clomifen überreden. Je eine Tablette pro Tag von Zyklustag fünf bis neun, Kontrolle am zwölften Zyklustag mit einem Follikel rechts von 22mm, reif, am Abend auslösen, fertig. So kanns eben auch laufen.
Transfer war vier Tage später am Samstag dem 4.4.2015. Wer Ostern mit den Eiern spielt, hat Weihnachten die Bescherung...

Dienstag, 2. Dezember 2014

Blogabstinenz

Lange war ich nicht mehr hier. Warum nicht? Keine Ahnung. Ich war wohl einfach schreibfaul.

Nun merke ich aber, dass es dringend Zeit ist, mir alles von der Seele zu schreiben. Während der ersten Versuche habe ich den Blog ja gewissermaßen als Tagebuch und Dokumentation genutzt. Aber was will man noch detailliert dokumentieren, wenn Versuch um Versuch immer gleich nach Schema F verläuft?

So auch die 2. ICSI (dritter Versuch) im Sommer. Irgendwann Mitte Juni hatte ich Punktion von 6 Eizellen. Alle reif. 4 befruchtet. Endlich was zum einfrieren. Beim Transfer bekam ich an PU+2 einen 2- und einen 4-Zeller. Ergebnis: Negativ, wie ich bereits ab TF+9 sicher wusste. Gefühlssache. Ab ca. TF+10 weicher und offener Muttermund und an TF+12 ein negativer Clearblue.

Dann haben wir uns lange Zeit gelassen. Es war einfach viel los. Kinderwunsch war nicht mehr so wichtig. Ich war Ende Mai gekündigt worden und konnte so endlich meinen Wunsch nach Selbständigkeit erfüllen. Im September habe ich dann stolz meinen eigenen Laden eröffnet. Dementsprechend abwechslungsreich waren Sommer und Frühherbst. Konzept, Beratungen, Immobiliensuche, Bankgespräche, Warenbestellungen, Möbel aufbauen, Ware einräumen und eröffnen. Eine tolle, wenn auch stressige Zeit.

Nachdem das hinter mir lag und langsam so etwas wie ein neuer Alltag einkehrte, wurde es Zeit für den neuen Versuch. Bei meinem Termin zur Downregulierung (wieder kurzes Protokoll) erfuhr ich, dass meine bislang behandelnde Ärztin schwanger und im Beschäftigungsverbot ist. Ein toller Start! Also Wechsel zum Praxischef persönlich (der nicht gerade sanftmütig und emphatisch ist...)
Die Stimulation verlief ereignislos. Punktion an Zyklustag 19 am 14.10.2014 mit 9 Eizellen und alle reif! Ein kleiner Meilenstein. Befruchtet wurden 6. Zu unseren kleinen FeinFrostKindern vom Sommer kommen also 4 Geschwister dazu. Bei Transfer an PU+3 bekam ich einen 6- und einen 8-Zeller. "Gut entwickelt, Schleimhaut toll, leichte Überstimulation aber nicht weiter wild, alles Gute."

Die Warteschleife war unaufgeregt wie nie. Ab TF+7 stellte sich ein leises inneres Stimmchen ein: "Diesmal... Vielleicht... Bestimmt sogar..."
Ich habe mich zur Abwechslung komplett anders gefühlt als bei den vorherigen Versuchen. Schlapp, müde, antriebslos. Alles war mir zu viel, zur kleinsten Tätigkeit musste ich mich zwingen. Unheimlich anstrengend und nervig. Ich habe mich teils selbst nicht wieder erkannt. Dieser Zustand der Lethargie hielt etwa von TF+4 bis TF+8 an und entkräftete mich vollends. Das musste doch etwas zu bedeuten haben, verdammt!
Wild entschlossen, diesmal keinen Clearblue zu machen, holte mich an TF+12 die Realität ein. Schmierblutung am Abend. TF+13 weiter Schmierblutungen. TF+14 morgens vor dem Bluttest etstmals frisches Blut. Ich wusste also als ich am Nachmittag anrief, um nach dem Ergebnis zu fragen, was auf mich zukam.
Anzubine: "Der Wert ist komisch."
Ich: "Es gibt einen WERT?!"
Anzubine: "4,9. Da muss der Doktor nochmal drauf gucken."

Zwei zermürbende Stunden später, die ich mit Gedanken von "Es gibt vielleicht doch noch Hoffnung" bis "Bitte, bitte lass es negativ sein. Wenn es so losgeht will ich nicht schwanger sein..." verbrachte, rief ich erneut an.
Eine andere Azubine: "Es war ja negativ"
Ich: `???`
Azubine: "Sie sollen alle Medikamente absetzen. Keine Kontrolle mehr nötig."
Ich: "Hat er was gesagt, woher das HCG kommen kann?"
Azubine: "Wird wohl vom nachgespritzten Predalon sein."

Fazit: Komischer Versuch mit einem Negativ am Ende, das für mich kein echtes Negativ ist. Ich hatte noch NIE einen WERT. Predalon knusper ich innerhalb einer Woche locker auf. Da war noch NIE was übrig! Ich werde es nie erfahren, aber vielleicht war ich für ganz kurze Zeit wirklich schwanger.

Montag, 26. Mai 2014

lange her und wieder da

Hupsi. Zwei Monate ist mein letzter Post schon her. Aber es gab auch nichts zwischendurch, außer ein extrem entspannter und Kinderwunsch-ferner Frühling. Jetzt geht es langsam wieder rund. Heute ist die letzte Pille des Vorzyklus dran. Am Donnerstag rechne ich mit der Blutung und damit mit ZT1 der 2. ICSI (gesamt 3. Versuch).

Wir sind bei der Entscheidung für das kurze Protokoll geblieben. Ich sprühe also bislang noch nicht Metrelef. Donnerstag, wenn die Blutung richtig da ist, fange ich mit 150 IE Gonal F und vier Hub Metrelef an. Das geht so die ersten vier Tage und heute in einer Woche ist der erste Ultraschall.

Am Männertag fahren der beste Mann der Welt und ich noch einmal nach Hamburg um ganz liebe Freunde zu besuchen. Wir freuen uns riesig. Hamburger Luft und noch einmal Kraft tanken für die ICSI.

Nächste Meldung dann vom Ultraschall. Ok?

Dienstag, 25. März 2014

Ich liebe es, einen guten Plan zu haben

Heute war mal wieder Kriesengipfel mit unserer Frau Doktor. Wir haben lange gesprochen. Sie hat sich viel Zeit genommen.

Ihr erster Vorschlag war es, direkt mit der nächsten ICSI weiter zu machen. Wieder Pillenvorzyklus, wieder langes Portokoll.

In mir der Aufschrei: NEIN!

Ich weiß nicht warum, aber in mir stäubt sich alles dagegen, einfach noch einmal genau so vorzugehen. Eizellanzahl, die Ausbeute reifer Eizellen und die Befruchtungsquote alles war nicht optimal und deutlich steigerungsfähig. Die Stimulation war lang, anstrengend und frustrierend und am Ende standen wir da mit zwei Zweizellern. Ohne Eisbärchen. Erster Transfer beim zweiten Frischversuch. Und danach war wieder aus die Maus. Keine Kryo. Wieder alles von vorn. Und dann noch mal genau so? NEIN!

Ich habe das Frau Doktor erklärt. Ich muss doch als gesunde Frau von nicht mehr ganz Mitte zwanzig in der Lage sein, mehr als fünf reife Eizellen (von neun punktierten) abzuliefern! Und mit meinen Mann mit fast Normalbefund Spermiogramm müssen sich doch mehr als 40% befruchten lassen! Egal wie man es dreht und wendet: Ich will beim nächsten Versuch mehr Embryonen. Dazu brauche ich
a) mehr Eizellen
b) bessere Reifung
c) bessere Befruchtung
und d) eine bessere Entwicklung bis zum Transfer wäre auch nicht schlecht.

Jawohl! Wir sind hier bei wünsch' dir was!

Und ich wünsche mir ein kurzes Protokoll. Ohne Pille. Ohne Metrelef schon zwei Wochen bevor die Stimulation überhaupt begonnen hat.

Ich denke, dass es meinen Eierstöcken gut tun könnte, wenn ihr natürliche Funktion nicht komplett platt gemacht wird. Ich habe so schon eine Eizellreifungsstörung und nie vor dem dreißigsten Zyklustag einen Eisprung, wenn überhaupt. Warum dann mit Pille und Metrelef alles ruhig stellen? Das ist so, als würde man mit dem Auto anfahren, aber die Handbremse nicht vollständig lösen...

Keine Ahnun, ob das medizinisch so stimmt. Ist mir auch egal. Denn es ist mein Gefühl und ich habe in zwei Jahren Kinderwunschzeit gelernt, meinem Gefühl zu vertrauen und auf die kleinen Signale meines Körpers zu hören.

Frau Doktor hat nichts dagegen. Nicht solange ich mir klar darüber bin, dass es ein Experiment am lebenden Objekt ist. Keine Garantie auf Erfolg. Schlechtere Planbarkeit. Schlechtere Kontrolle. Höheres Risiko der Überstimulation. Ja. Ok. Ich will trotzdem. Es fühlt sich einfach richtig an. Also erwarte ich einfach ausnahmsweise einmal nicht zu viel und lasse es auf mich zu kommen.

Noch zwei mal Blutung und dann geht's los.

Dienstag, 25. Februar 2014

Bluttest negativ

Der Form halber nun hier das offizielle amtliche Endergebnis meiner ersten ICSI mittels Bluttest von heute an PU+15 / TF+13: Negativ.

Und alle Leute fragen, wie es jetzt weiter geht. Ehrlich gesagt weiß ich das gar nicht. Es kümmert mich auch nicht. Ich bin nur sehr entschlossen, dass ich nicht noch einmal genau so eine ICSI machen möchte, wie diese. Ich möchte uns Zeit lassen. Alle Zeit, die nötig sein wird, um uns mit unserer Ärztin zu beraten, was wir verändern können. Ich stelle mir zum Beispiel vor, dass wir noch einmal in meine Hormone schauen. Der letzte Hormonstatus ist vom November 2012. Wer weiß was sich geändert hat seitdem. Vielleicht gibt es ja eine Erklärung für den mäßigen Stimulationserfolg. Ich würde mir wünschen, dass wir dann vielleicht ein anderes Protokoll wählen. Davon erhoffe ich mir eine bessere Eizellausbeute, eine bessere Reife und am Ende mehr Embryonen, die auch einmal eine Kryo ermöglichen. Ich bin gespannt, was meine Frau Doktor davon hält.

Sonntag, 23. Februar 2014

Mogelpackung

Überraschenderweise war die Warteschleife bisher sehr entspannt. Nur selten kam in mir Unruhe auf. Die ganze Zeit über hatte ich irgendwie auch so gar kein Gefühl, ob es geklappt hat oder nicht. Ich habe einfach hingenommen, dass es eh kommt, wie es kommt. Mal habe ich mir gedacht "Warum eigentlich nicht?" aber die meiste Zeit war ich mir der lediglich 35% Wahrscheinlichkeit bewusst.

In den letzten Tagen schlich sich dann aber die Vermutung ein, dass es nicht geklappt hat. Das fand ich auch gar nicht mal besonders schlimm und von Tag zu Tag wurde das Gefühl stärker. Gestern habe ich dann beschlossen, dass ich mir Gewissheit hole. Wie? Ich schummele! Mit einem Clearblue Digi an PU+13 hübsch mit Morgenurin. Den kann ich schön in Ruhe machen und mir Zeit nehmen das Ergebnis zu verarbeiten. Die ultimative Mogelpackung einer Kinderwunschfrau.  Und heute Morgen: Tatatataaaa. "Nicht Schwanger" Keine Überraschung, kein Gefühlschaos, keine Tränen, keine Verzweiflung. So lässt es sich aushalten. Am Dienstag wird es der Bluttest an PU+15 bestätigen.

Seltsamerweise finde ich das gerade gar nicht schlimm. Was ist mit mir los? Wo ist mein brennender Kinderwunsch hin? Statt in ein tiefes Loch zu fallen, freue ich mich auf die Einladung zu Sushi und Bier von meinem Mann. Ich freue mich auf einen Frühling ohne Behandlung und auf einen Sommer ohne Bauch! Und endlich können wir die Norwegen-Kreuzfahr buchen, um die wir schon seit Wochen kreiseln.

Ich fühle mich tatsächlich ziemlich gut. Nahe dran an großartig sogar. Ist das ein Rest Hoffnung? Schutzfassade? Dummheit? Ignoranz? Ich weiß es nicht. Aber ich werde es auch nicht hinterfragen, sondern dankbar annehmen.


Freitag, 21. Februar 2014

Warteschleifenkoller

TF+8 noch fast eine Woche bis zum Test.
Verdammt, kann man die Dinger nicht vor dem Transfer GPS-tracken, damit man weiß was sie machen?

Dienstag, 18. Februar 2014

endlich mal wieder eine Spritze!

Die heutige Ultraschallkontrolle ergab einen Traumbefund: Die Eierstöcke sind auf 52 und 44mm zurück gegangen, sodass ich auch noch einmal nachspritzen durfte. 1500 Einheiten HCG. Endlich mal wieder eine Spritze! Hormone! Ihr habt mir so gefehlt. Nö, eigentlich gar nicht. Aber über die Erlaubnis nachzuspritzen, habe ich mich trotzdem ehrlich gefreut.

Zudem tut das Progynova, das ich seit dem Transfers nehme, was es soll. Die Gebätmutterschleimhaut liegt bei 19mm. NEUNZEHN! Krass, oder?

Noch 7 Tage bis zum Bluttest.

Freitag, 14. Februar 2014

Handball-große Eierstöcke

Zugegeben, Handball ist vielleicht ein Bisschen übertrieben. Trotzdem sind meine Eierstöcke riesig. 82 und 89mm! Die Ärztin fand das bei der Ultraschall Kontrolle heute, zwei Tage nach Transfer auch nicht unbedingt lustig. Ich soll mich unbedingt noch mehr schonen und noch mehr trinken. Zum Glück ist wenig Wasser im Bauchraum und ich fühle mich gut, mal von einem Zwicken ab und an abgesehen.

Es wartet also ein Wochenende auf dem Sofa. Es gibt Schlimmeres...

Donnerstag, 13. Februar 2014

immerhin haben wir es bis zum Transfer geschafft

Warum zur Hölle bin ich nicht uneingeschränkt glücklich? Ich habe heute zwei Purzel zurück bekommen. So weit waren wir noch nie. Jetzt nur noch einnisten und es ist geschafft..

Woher also dieser seltsam bittere Beigeschmack?
Vielleicht kommt er daher, dass von den neun Eizellen nur fünf reif waren?
Vielleicht auch daher, dass wir nichts haben, außer diesen beiden Embryonen, die heute transferiert wurden?
Vielleicht auch daher, dass die beiden heute erst auf dem Stand von Zweizellern waren und ruhig schon hätten Vierzeller sein dürfen?
Oder aber von den bösen Bauchschmerzen?

Die Bilanz ist aktuell einfach mies: Längere und von Anfang an höhere Stimulation, die zu wenigen reifen Eizellen geführt hat. Eine ICSI mit nur zwei befruchteten Eizellen, die sich dann auch noch relativ langsam weiter entwickeln. Und entgegen aller Hoffnungen nichts zum einfrieren.

Vielleicht bin ich in zwei Wochen schwanger. Dann ist alles egal. Aber wenn nicht, bin ich schon beim dritten Kassenversuch und es wird eng. Ein Transfer, nichts auf Eis und das aus zwei Versuchen? Das ist schlicht unfair.

Und ab jetzt beschließe ich an meine beiden Purzel zu glauben und positiv zu denken.

Dienstag, 11. Februar 2014

Eiertrauma

5 Uhr nachts nach der Punktion. An Schlaf ist seit Stunden nicht zu denken.
Meine lieben, kleinen Eichen, was macht ihr? Wie geht es euch?
Ich habe schon ein Mal geträumt, dass ich die Telefonnummer fürs Labor nicht finden kann. Ein Mal, dass ich sie einfach nicht ins Telefon getippt bekomme, egal wie sehr ich mich um die richtige Reihenfolge der Ziffern bemühe. Ein Mal konnten sieben der neun gewonnenen Eizellen befruchtet werden, ein Mal nur zwei. Nichts davon ist real. Noch 6 Stunden bis zur Wahrheit.
Die Punktion war ein Klaks. Mit gutem Ergebnis. Jetzt habe ich Angst. Angst, die mir den Schlaf raubt und die Nacht versaut.

Freitag, 7. Februar 2014

reif! reif! sie sind endlich reif!

Ich bin gerade so froh! Das glaubt ihr gar nicht.
Meine Follikel sind endlich reif. Nicht alle, aber ACHT!!!
Dazu kommen vier halbstarke. Montag 8:30 Uhr ist Punktion. Vielleicht ziehen die größeren der Halbstarken (12-15mm) noch nach. Und selbst wenn nicht, ACHT ist großartig!!!

Mittwoch, 5. Februar 2014

Ich mag nicht mehr! - 5. Ultraschall

Habt ihr das gehört, ihr Eier? Ich mag nicht mehr!
Heute morgen beim fünften Ultraschall wurde die vorsichtig für Freitag geplante Punktion auf frühestens Montag verschoben. Im Follikel TV gab es 6+4 Follikel zu sehen. Sechs größere (5 links + 1 rechts mit 15-19mm und vier kleinere (alle rechtes) mit 10-13mm. Nicht einmal die großen hätte man am Freitag schon guten Gewissens punktieren können, geschweige denn die vier BummelNasen! Ich hoffe nun, dass ich am Freitag beim nächsten Ultraschall das okey für Montag bekomme und die vier kleinen bis dahin noch so schön kräftig wachsen, dass wirklich zehl Follikel zur Punktion am Start sind. Laut Fr. Doktor leidet die Qualität nicht unter dem langsamen Wachstum. Na hoffen wir's!
Mit zehn Eizellen wäre ich voll zufrieden, aber bis ich die nicht "in der Tasche" habe , bin ich weiter eher solala eingestellt. Positiv denken hin oder her, ich kriege irgendwie nicht den richtigen Stimu-Drive diesmal und es ist einfach nur ungeheuer anstrengend...

Dienstag, 4. Februar 2014

KinderwunschSchlamassel

Woher weiß man, dass man inzwischen bis zum Hals drin steckt in diesem KinderwunschSchlamassel? Klares Anzeichen ist es, sich mit frisch lackierten Fingernägeln 200 Einheiten Gonal und eine Ampulle Menogon inklusive anmischen und aufziehen in die Schwabbelschwarte zu hauen. Und zwar ohne danach die Nägel neu machen zu müssen bitte schön!

Montag, 3. Februar 2014

Mmmm naja? - weiter so! - 4. Ultraschall

Stand der Eieruhr heute: 8 Follikel mit 12-16mm. Es wächst. Aber langsam. Weiter so!
Freitag diese oder Montag nächste Woche ist Punktion.

Noch 50 Minuten oder: Ich kann so nicht arbeiten!

Oh Mann! Kennt ihr das? Wenn man auf etwas wirklich spannendes und wirklich wichtiges wartet? Das schlimmste, was man in so einer Situation machen kann, ist ständig auf die Uhr gucken. Ich gucke gerade alle 30 Sekunden... Noch 50 Minuten bis zum Ultraschall...

Freitag, 31. Januar 2014

Besserung in Sicht - 3. Ultraschall

Puh, bin ich gerade erleichtert! Im dritten Utraschall zeigten sich heute die bekannten 7-8 Follikel mit inzwischen 10-13mm Größe. Normale Wachstums-Geschwindigkeit also. Rechts waren heute nur zwei statt vier zu sehen, links dafür fünf statt vier. Darauf gibt aber Fr. Doktor nicht sehr viel, weil sich ja immer welche verstecken können. Die Anzahl wird sich wohl also nicht mehr groß verändern. Eigentlich wollte ich 10-12 Eizellen zur Punktion, aber ich habe beschlossen, wieder acht wären auch nicht schlecht. (Bessere) Befruchtung vorausgesetzt...

Nebenbei erwähnt: Es war heute mit Abstand der lustigste, amüsanteste, heiterste Artztermin ever (ever, ever). Ich saß im Wartezimmer und habe, wie üblich, an meinen Unterwegs-Zeitvertreib-Socken rum gestrickt. Die Schwester, die mich aufrief, sah das und lachte. Dumm-spaßige Kommentare inklusive. Die zweite Schwester, die die OP-Patientinnen betreut, gekam es mit und stieg munter mit ein. Schließlich ging es auch an Fr. Doktor nicht vorbei, die völlig fasziniert war. Als ich ihr dann erzählte, dass ich auch webe, spinne, nähe und Seife koche stand ihr der Mund offen. Und was hat sie nun davon? Wenn es irgendwann geklappt hat, bekommt sie von mir ein paar handgestrickte Socken aus handgesponnener reiner Schafwolle original aus Schottland geschenkt! So!

Mittwoch, 29. Januar 2014

Ich höre gleich wieder auf zu zählen - 2. Ultraschall

Kaum habe ich mich mit dem ersten Ulteraschall-Ergebnis von vorgestern angefreundet, kommt der nächste Satz mit x. Und dabei war ich ehrlich zu der Meinung gekommen, dass acht Follikel wirklich eigentlich gar nicht schlecht sind, weil ja auch bestimmt noch zwei oder drei, vielleicht sogar vier dazu kommen. Kleine, süße, schüchterne, die man im ersten Ultraschall einfach noch nicht gesehen hatte.
Und heute? Einen Ultraschall später kommt die Ernüchterung: Es gibt praktisch keine Veränderung zum letzten Mal. Das Endometrium ist 1mm mehr aufgebaut, ok. Aber die Eier machen nicht mit. Noch immer sind acht sichtbar, je rechts und links vier. Auf beiden Seiten ist je eins gar nicht gewachsen. Die übrigen sechs zeigten sich mit nur 8-10mm. Nicht gar nichts, aber mehr als schleichend. Ob meine Eierchen auf den Papa warten, der sich gerade am anderen Ende der Welt auf Dienstreise rumtreibt? Oder ist mein Innenleben auf Winterschlaf eingestellt?
Ab heute erweitere ich jedenfalls mein Medikamenten-Portfolio um abendlich eine Ampulle Menogon 75 IE. Mal sehen, was das bis Freitag so bringt...

Montag, 27. Januar 2014

SSW 0+5 - 1. Ultraschall

Soll ich mich jetzt zusammenreißen und mich freuen oder darf ich mich der leisen Enttäuschung hingeben? Im ersten Ultraschall während der Stimulation waren heute an beiden Eierstöcken jeweils 4 itsi-bitsi-pille-palle-mini-Eier zu sehen. 7-8 mm jeweils winzig. Fr. Doktor ist zufrieden. Ich dagegen bin hin und her gerissen. Ja, es sind mehr als beim letzten Mal. Acht statt sechs immerhin. Naja, andererseits auch nicht die Welt. Und warum zur Hölle sind sie so klein? Gut, beim letzten mal waren die sechs Follikel auch nur 9-10mm groß. Das ist nicht weit davon entfernt und groß geworden sind schließlich damals auch alle. Aber irgendwie hatte ich mal wieder mehr erwartet. Was? Keine Ahnung. Weiß ich auch nicht so genau.

Donnerstag, 23. Januar 2014

SsW 0+1

SchwangerschaftsWoche 0+1!

Das soll heißen, heute ist der erste Tag der letzten Blutung vor der Entbindung meines Kindes. Wir sind wieder im Spiel. Die ICSI hat mit der ersten Spritze Gonal begonnen. Klar, kann sein, dass ich damit den Mund etwas zu voll nehme, aber irgendwie möchte ich diesmal glauben.

Montag, 13. Januar 2014

Startschuss zum zweiten Versuch - 1. ISCI

Nur noch schnell Ultraschall: Endometrium zart, keine freie Flüssigkeit, rechtes Ovar unauffällig, 24mm, linkes Ovar unauffällig, 24mm.

Alles top.
Ab heute Abend Metrelef.
Noch 4 Wochen bis zur Punktion.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Hast du mal 'nen Tampon?

Es ist faszinierend. Ich hätte schwören können, bis heute keinen Eisprung gehabt zu haben. Trotzdem hat mich gestern Abend auf der Silvesterfete eine Schmierblutung überrascht. Aber bevor ich mich freue, dachte ich, ich will es erst mal eine richtige Blutung werden lassen...

Selten hat mein Körper auf mich gehört im Jahr 2013 aber in dieser Nacht hat er damit angefangen. Ich bin also seit heute im ICSI-Vorzyklus und freue mich wie ein Schneekönig (ohne Schnee)

Montag, 30. Dezember 2013

doofes Silvester - ein Drama in der Akten

Erster Akt: 31.12.2011
Silvesterabend, wir sind mit den besten Freuden dieser Welt auf Fehmarn. Strand, Meera, Wellen, eine steife Briese. Sekt am Strand, ein kleines Feuerwerk und dazu Stimmung a la Hüttengaudi. Kurz zuvor hatten der HummelMann und ich beschlossen: Ein Baby soll es sein in 2012. Wir waren voller Zuversicht. Aber das neue Jahr brachte keine Schwangerschaft, kein Baby. Stattdessen Hormonchaos, Temperaturkurven und den ersten Termin in der Kinderwunschpraxis im November.

zweiter Akt: 31.12.2012
Wir sind ja nicht nachtragend. Das neue Jahr stand schon vor der Tür. Ich stehe nach dem Feuerwerk noch kurz allein auf einem Aussichtsturm im stürmischen und bitterkalten Thüringer Wald. Ich denke nach. Still und nur für mich. Wird es dieses Jahr etwas mit dem großen HummelGlück? Stattdessen bekamen andere Paare ihre Kinder. Süße, liebe Jungen und nicht weniger süße, kleine, hübsche Mädchen. Wir bekamen in 2013 fünf IUI, eine Bauchspiegelung und eine IVF mit Nullbefruchtung.

dritter Akt: Morgen ist der 31.12.2013. Nicht schwanger, ohne Baby. Aber wir bleiben tapfer. Machen weiter.

Montag, 11. November 2013

etwas erholt

Das schlimmste ist überstanden. Körperlich bin ich nach der Punktion vor einer Woche ja ruck zuck wieder fit gewesen. Am Mittwoch bei der Ultraschall-Kontrolle wurde zwar freie Flüssigkeit gesehen, aber alles im Rahmen des Normalen und gemerkt habe ich davon nichts. Inzwischen sitzen die Hosen wieder deutlich lockerer und es drück und zwickt nichts mehr. Schwierig, sich noch zu schonen, vor allem weil ich ja weiß, dass es eh nur für mich ist. Klingt und ist doof, ich weiß, aber wenn ich noch zwei kleine Untermieter bei mir hätte, auf die ich mit aufpassen muss, würde mir die Schonung sinnvoller erscheinen. Aber ich bin brav und halte mich zurück.

Betreffend unserer ersten IVF mit unrühmlichem Ausgang ist der Kopf wieder aus dem Sand ausgebuddelt. Das tiefste Loch ist überwunden. Natürlich bin ich immernoch traurig und enttäuscht, aber ich habe schnell gemerkt, dass ich so schnell wie möglich nach vorne schauen und vor allem weiter machen will. Weiter mit ICSI!

Der Plan sieht vor, dass ich einen natürlichen Zyklus abwarte, dann wieder mit der Pille anfange und ab Pillentag 14 wieder mit dem Nasenspray beginne. Also nur noch zwei mal Blutung... Wenn meine Zykluslänge stabil bleibt und der Ablauf von Downregulierung und Stimulation in etwa wieder so läuft, wie dieses mal, könnte die nächste Punktion schon Anfang Februar sein. Wenn es also in Zukunft etwas ruhiger hier wird, keine Sorge. Ich lebe. Es geht mir gut.