(Nadine Gordimer, südafrikan. Schriftstellerin)

Dienstag, 29. Oktober 2013

Spritzentag 11

Irgendwie ist er schon komisch, mein aktueller Tagesablauf: Morgens um 6 Uhr klingelt der Wecker. Im Halbschlaf L-Thyroxin und Metrelef, noch einmal umdrehen und bis um 7, halb 8 weiter schlafen. Mittags der zweite Hub Metrelef und um 5, bevor ich das Büro verlasse, noch einer. Kaum bin ich zu hause angekommen, jage ich mir die tägliche Dosis Gonal in den Bauchspeck und muss anschließend bis um 11 wach bleiben um den vierten Hub Metrelef nicht zu verpassen. Kurz: Mein Tagesablauf richtet sich nach Medikamenten. Jedes Altenheim ist Kindergarten dagegen! Pillen hier und Spritzen dort. Aber so merkwürdig bescheuert das auch klingt, ich komme noch immer gut damit zu recht. Keinen einzigen Hub Metrelef habe ich bisher vergessen. Keine Spritze vermurkst. So kann es weiter gehen.