(Nadine Gordimer, südafrikan. Schriftstellerin)

Mittwoch, 2. Januar 2013

Das kommt mir schwedisch vor

Ihr wisst ja noch gar nicht, dass Fr. Hummel neben ihrer eigentlichen beruflichen Tätigkeit in der Werbebrache, in der sie übrigens seit Jahresanfang den Arbeitgeber gewechselt hat, nebenberuflich noch als freuschaffende IKEA Einrichtungsberaterin/Möbelhausführerin/Einkaufshilfe tätig ist.

Ich kenne nach einer neuen Küche, einem riesigen Kleiderschrankt,... eigentlich kurzum seit einer 99,99% IKEA eingerichteten Wohnung das gesamte Sortiment besser als die Mitarbeiter und, was noch wichtiger ist, sämtliche Abkürzungen in der "Möbelausstellung". Das führt regelmäßig dazu, dass ich von Eltern, Freunden, Bekannten oder besonders gerne auch vom HummelBruder gebeten werde, sie bei Besorgungen im schwedischen Möbelhaus zu begleiten.

Meinen Vater zum Beispiel habe ich so schon mehrfach davor bewahrt, dem Wahnsinn zu verfallen, meine Mutter bekam ihre neue Arbeitsplatte, die so gar nicht in den schicken Audi passen wollte, schließlich doch noch frei Haus geliefert; durch mich im bei IKEA gemieteten T5 Transporter und mein Bruder... Ja mein lieber HummelBruder! Der ist im Frühjahr bei den Eltern ausgezogen. Folglich: Wohnung einrichten. Wo? IKEA...

Heute war das neue Regal für die Küche dran. Und nun kommt Fr. Hummel, die sich gerade hoffnungslos verzettelt hat, zu dem, was sie euch eigentlich erzählen wollte: Der HummelBruder und ich saßen mal wieder länger bei der Warenausgabe und fanden und inmitten von Kindern wieder. Kleine Kinder. So richtig klein.
Eines lag direkt vor und auf einem roten IKEA Sofa im Wartebereich, während der dazugehörige Papa das Wickeltuch vorbereitete. Der kleine war ausgesprochen friedlich und gluckste so vor sich hin, bis Papa ihn in das olle Tuch steckte.... Geschrei zum Ersten.
Das zweite Kind beschäftigte sich gerade intensiv mit der Weiterbildung der kindlichen Feinmotorik an der Puzzelwand, als Papa die erwarteten Möbel holte und Mama beschloss, ihr die Jacke anzuziehen... Geschrei zum Zweiten.
Das dritte Kind ließ sich stolz vom Papa auf dem picke-packe vollen Transportwagen auf den Möbeln oben auf kutschieren. Als das nicht mehr schnell genug voran ging trotz mehrmaliger gegenteiliger Aufforderungen... Geschrei zum Dritten.

Der HummelBruder bemerkte darauf hin nur trocken, es sei wie mit einem Rudel Wehrwölfe: Einer fängt an und alle machen mit.

Fr. Hummel fand es einfach nur schön.

Fazit: Tragetuch ist doof, Jacke anziehen ist auch doof, langsam fahren? Richtig: doof.
Fr. Hummel definitiv viel zu wenig schwanger!